Sterbegeldversicherung berechnen
17. Oktober 2018

Trauer: Kinder & Jugendliche verarbeiten den Tod anders

trauer kinder und jugendliche

Trauer: Kinder und Jugendlichen verarbeitet diese anders als Erwachsene. Ihre Trauer äußert sich in Schüben und ist kaum einschätzbar. Mal scheint es ihnen gut zu gehen, kurze Zeit später sind sie außer Rand und Band. Eltern sollten für ihren Nachwuchs viel Geduld aufbringen. Wir verdeutlichen Ihnen, wie die Trauer bei Kindern funktioniert.

Trauer: Kinder und Jugendliche gehen ungewöhnliche Wege

Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie realisieren den Tod erst ab einem Alter von neun bis zehn Jahren. Bis dahin verstehen sie noch nicht, dass das Leben auch den Tod beinhaltet. Die meisten Kinder denken, dass tote Menschen oder Tiere nach einiger Zeit auferstehen. Deshalb gehen sie neugierig und sachlich an das Thema. Viele Erwachsene sind deshalb mehr als nur erstaunt. Sie denken, dass die sachliche Reaktion von Kindern unnormal ist. Schließt sich dann ein emotionales Hoch an, sind sie mit der Situation überfordert. Der Unterschied zum Verhalten eines Erwachsenen liegt darin, dass Jugendliche und Kinder in Schüben trauern. Sie unterliegen meist starken Stimmungsschwankungen, die von sachlich-nüchtern bis hin zu emotional-ausufernd reichen. Bei Erwachsenen läuft dieser Prozess vollkommen anders ab. Sie unterliegen einer kontinuierlichen Trauer. Die starken emotionalen Schwankungen bei der Trauer von Kindern sind vollkommen normal. Sie sorgen dafür, dass sie sich nicht überfordern.

So trauern Kinder und Jugendliche:

  • Die Trauer kommt in Phasen.
  • Phasen von Wut und Trauer wechseln sich ab.

Kinder und Jugendliche zur Trauerbewältigung mit zur Beerdigung nehmen?

Einige Eltern denken, dass ihre Kinder noch zu klein sind, um sie mit dem Tod zu konfrontieren. Sie möchten sie schützen und nehmen sie deshalb nicht mit zur Beerdigung. Ältere Kinder ab sechs Jahren dürfen Sie aber durchaus mit zu einer Beerdigung nehmen. Sie sollten die Möglichkeit haben, sich von geliebten Menschen zu verabschieden. Trauerbegleiter und Geistliche befürworten die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Beerdigungen sogar.

Sie sollten den Nachwuchs jedoch auf das bevorstehende Ereignis vorbereiten. Erklären Sie Ihren Kindern, was genau passieren wird und begleiten Sie sie während der gesamten Beerdigung. Für Kinder, die sehr jung sind, ist eine Trauerfeier anstrengend. Sie sollten lieber bei einem Babysitter bleiben. Eltern können sie anschließend separat mit zum Grab nehmen, wo sie eine Blume ablegen können. Dort können sie in Ruhe von dem Verstorbenen Abschied nehmen.
Kinder und Jugendliche über Trauer richtig aufklären

Ihr Kind fragt nach dem Tod? Oder es möchte wissen, was nun mit dem Verstorbenen passiert? Ihre Kinder möchten verstehen, was passiert. Sie verlangen nach eindeutigen Erklärungen. Darauf haben sie auch ein Recht. Deshalb sollten Sie die Fragen des Nachwuchses ehrlich, verständlich und einfach beantworten. Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und zeigen Sie ihm ehrlich, wie ein Erwachsener trauert. Kinder und Jugendliche lernen nur dann, dass sie Trauer zeigen und Gefühle offenbaren dürfen. Tränen sind durchaus in Ordnung.

Trauer bei Kindern: Wann sollte ich eingreifen?

Kinder zeigen bei der Trauerbewältigung Wut und Trauer. Dies ist ein ganz normaler Vorgang. Wenn sich Kinder zurückziehen oder sich dauerhaft aggressiv zeigen, ist eventuell professionelle Hilfe notwendig. Die folgenden Anzeichen sollten Sie unbedingt ernst nehmen:

  • Sie zerstören wiederholt Gegenstände.
  • Sie sprechen nicht mehr.
  • Sie treffen sich nicht mehr mit Freunden.
  • Sie nehmen Drogen oder verletzen sich absichtlich.

Wütende Kinder und Jugendliche passen nicht in das Bild einer trauernden Person. Ein solches Verhalten ist für Kinder und Jugendliche jedoch vollkommen in Ordnung – falls es nicht vollkommen aus dem Rahmen fällt. Versuchen Sie aufmerksam zu sein und auf das Kind einzugehen. Erklären Sie ihm, dass der Verstorbene so gelebt hat, wie er wollte. Teilen Sie dem Kind mit, dass der Verstorbene ein gutes Leben lebte und glücklich war. Dies hilft Kindern und Jugendlichen, ihre Trauer zu verarbeiten. Dabei sollten Sie immer im Hinterkopf behalten: Die Trauer bei Kindern und Jugendlichen verläuft anders, sollte aber dennoch in jeder Form zugelassen und akzeptiert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.