Sterbegeldversicherung Beitrag berechnen
11. August 2016

Todesfall – was tun?

Sterbegeld

Ein Todesfall ist ein einschneidendes Erlebnis – insbesondere, wenn es sich um einen engen Familienangehörigen handelt. Ein schnelles Abhandeln der notwendigen Formalitäten kann bei der Überwindung der Trauer helfen. Nach einem Todesfall sollte zunächst ein Bestatter gerufen werden. Falls der Verstorbene eine Unfall-, Lebens- oder Sterbegeldversicherung besessen hat, sollte diese unverzüglich informiert werden. Anderweitig besteht die Gefahr, dass die Zahlung der Versicherungssumme verweigert wird. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Vorgänge, die bei einem Todesfall zu beachten sind.

Todesfall – Fakten und Organisatorisches

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sind die Emotionen stark belastet. Die schnelle Abhandlung der organisatorischen Fragen lenkt ab und trägt zur Linderung des seelischen Schmerzes bei. Die ersten beiden Handlungen sollten darin liegen, den Bestatter und die Sterbe-, Unfall- und Lebensversicherung zu informieren. Am dritten Tag nach Todeseintritt sollte eine Sterbeurkunde beim Standesamt beantragt werden. Hat der Verstorbene zur Miete gewohnt, sollte eine schriftliche Kündigung durch die Hinterbliebenen erfolgen. Mietverträge enden nämlich nicht mit dem Tod des Mieters – die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten besteht fort. Ist der Verwandte in den eigenen vier Wänden verstorben, kann der Totenschein durch einen Arzt ausgestellt werden. Im Krankenhaus wird diese Formalität von der Klinik übernommen. Der Totenschein wird benötigt, um die Sterbeurkunde zu beantragen. Viele Personen haben für den Fall ihres Todes Verfügungen getroffen. Diese sollten gesucht und dem Wunsch des Verstorbenen Folge geleistet werden. Typische Verfügungen sind unterschriebene Organspende-Ausweise, Bestattungswünsche sowie Vorsorgeverträge mit ausgesuchten Bestattungsinstituten. Es schadet nicht, wenn Sie sämtliche Dokumente wie Personalausweis, Heiratsurkunde, Geburtsurkunde, Renteninformationen, Krankenversichertenkarte und Versicherungspolice des Verstorbenen suchen und bereithalten.

Wissenswertes über Kosten, Urlaub und Aufbahrung

Auch wenn ein Todesfall noch nicht in Sicht ist: Reden Sie mit älteren Angehörigen über deren Wünsche. Viele Detailentscheidungen und Fragen, die im Todesfall auftreten, können bereits zu Lebzeiten geklärt werden. Ist der Todesfall eingetreten, sollten Sie die weitere Vorgehensweise mit dem engsten Familienkreis besprechen. Dieser kann Sie unterstützen und Ihnen viel Arbeit abnehmen. Streitigkeiten über Formalitäten werden durch eine gemeinsame Arbeitsweise unterbunden. Informieren Sie enge Freunde des Verstorbenen und dessen Arbeitgeber. Im Normalfall können Sie sich beim Tod eines nahen Angehörigen für einen längeren Zeitraum Urlaub nehmen. Sollte keine Sterbegeldversicherung abgeschlossen worden sein, müssen Sie damit rechnen, dass Sie die Kosten tragen. § 1986 BGB sagt aus, dass die Beerdigungskosten vom Erben zu tragen sind. Handelt es sich um mehrere Erben, sind die Kosten zwischen diesen aufzuteilen. Sollte der Verstorbene zu Hause gestorben sein, darf dieser 36 Stunden lang aufgebahrt werden. Aus hygienischen Gründen muss der Leichnam im Anschluss vom Bestatter abgeholt werden.

Versicherungen und Sterbeurkunde

Viele Versicherungen behalten sich vor, die Ursache des Todes zu prüfen. Wenn Sie den Todesfall zu spät melden, kann es bei der Auszahlung der Versicherungssumme zu Problemen kommen. Ein kurzer telefonischer Anruf beim Versicherer reicht im Regelfall aus. Wichtig ist nur, dass Sie Kontakt aufnehmen und dem Versicherungsunternehmen nicht die Möglichkeit nehmen, eine Überprüfung der Todesursache vorzunehmen. Der Versicherungsfall wird durch verschiedene Unterlagen nachgewiesen, die Sie per Einschreiben an den Versicherer senden sollten. Die Unfallversicherung sollte innerhalb von 48 Stunden informiert werden. Diese zahlt immer dann, wenn der Tod durch einen Unfall herbeigeführt wurde. Die Sterbeurkunde muss spätestens drei Tage nach Eintritt des Todes beantragt werden, § 28 PStG. Für die Beantragung werden folgende Dokumente benötigt: Totenschein, Personalausweis, Geburtsurkunde, Scheidungsurteil, Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners. Zuständig für die Erteilung der Sterbeurkunde ist das Standesamt, in dessen Bezirk sich der Todesfall ereignet hat und nicht das Standesamt am Wohnort. Lassen Sie sich das Dokument mehrfach aushändigen: Dieses müssen Sie bei mehreren Unternehmen und Ämtern einreichen.

Unsere Checkliste:

  • Schnelles Kontaktieren von Unfall-, Sterbegeld- oder Lebensversicherung
  • Kontaktaufnahme zu sozialen Netzwerken, um Profile zu löschen
  • Arzt für Totenschein bestellen
  • Bestatter anrufen
  • Dokumente des Verstorbenen sammeln
  • Sterbeurkunde beim Standesamt des Sterbeortes beantragen
  • Mietvertrag kündigen und Arbeitgeber informieren
  • Pflege- und Krankenkasse kontaktieren
  • Das Finanzamt über ein eventuelles Erbe informieren

Eine komplette Checkliste können Sie auf unserer Seite gratis im PDF-Format herunter laden. Mit der richtigen Sterbegeldversicherung dazu, haben Sie optimal für den Fall der Fälle vorgesorgt.

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