Sterbegeldversicherung berechnen
16. März 2018

Telekom Kündigung im Sterbefall

Telekom-Kuendigung-Sterbefall

Der Verlust eines Angehörigen ist sehr belastend. Der Todesfall muss emotional verarbeitet werden und bringt viel Arbeit mit sich. Neben der Organisation der Beerdigung ist die Kündigung oder Übernahme bestehender Verträge notwendig. Wir klären Sie über die Besonderheiten bei der Telekom Kündigung im Sterbefall auf!

Telekom Kündigung im Sterbefall aussprechen

Nach dem Tod einer Person treten gemäß § 1922 BGB die Erben in die Gesamtrechtsnachfolge des Verstorbenen ein. Wenn ein Testament vorhanden ist, bestimmt sich der Eintritt nach § 1937 BGB. Gemäß § 1976 BGB haften die Erben für sämtliche Nachlassverbindlichkeiten. Wenn der Verstorbene Miet-, Internet-, Telekommunikations- oder sonstige Verträge abgeschlossen hat, laufen diese auch nach dem Tod weiter. Der Erbe tritt sofort – per Gesetz – als neuer Vertragspartner in den bestehenden Vertrag ein. Denn er ist nicht nur Erbe des Vermögens und der Rechte des Verstorbenen, sondern auch Erbe seiner Pflichten. Wenn ein Erbe in einen Telekom-Vertrag eintritt, hat er zwei Möglichkeiten: Entweder kündigt er den Vertrag oder er führt ihn unter seinem eigenen Namen weiter. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn der Verstorbene im selben Haushalt lebte.

Voraussetzungen: Telekom Kündigung im Sterbefall

Die Telekom Kündigung im Sterbefall ist relativ simpel. Es gibt die ordentliche und die außerordentliche Kündigung. Bei der ordentlichen Kündigung hat der Vertragsteilnehmer die Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten des Vertrages zu beachten. Im Todesfall ist aber zumeist eine außerordentlich fristlose Kündigung möglich, d. h. eine Kündigung zum Ende des laufenden Monats. Die Telekom akzeptiert die Kündigung nur bei Vorlage eines der folgenden Dokumente:

  • Erbschein
  • Sterbeurkunde
  • Erweiterte Bescheinigung des Einwohnermeldeamtes

Die Kündigung eines Telekom-Vertrages ist schriftlich oder per E-Mail möglich. Bei einer Kündigung per E-Mail ist eine Unterschrift erforderlich. Wer sich noch keine digitale Signatur angelegt hat, kann sein Kündigungsschreiben unterschreiben, abfotografieren oder einscannen und per E-Mail übermitteln. Zum Hochladen der Kündigung und der benötigten Dokumente bietet die Telekom auf ihrer Internetseite ein Kündigungsformular an. Den benötigten Erbschein erhalten Sie beim Nachlassgericht. Das Nachlassgericht ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Verstorbene zuletzt seinen Wohnsitz hatte. Eine Sterbeurkunde erhalten Sie beim Standesamt des Sterbeortes.

Voraussetzungen einer Vertragsübernahme

Als Alternative zur Kündigung ist auch eine Vertragsübernahme möglich. Dafür gibt es verschiedene Voraussetzungen. Für eine Vertragsübernahme muss der Beantragende eine dieser Bedingungen erfüllen:

  1. Der Antragsteller ist Erbe und am Standort des Verstorbenen wohnhaft.
  2. Antragsteller und Verstorbener waren verheiratet.
  3. Antragsteller und Verstorbener lebten in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft.
  4. Antragsteller und Verstorbener führten einen gemeinsamen Haushalt.

Sobald eine dieser Voraussetzungen erfüllt ist, ist eine Vertragsübernahme unbürokratisch möglich. Die Telekom stellt für die Vertragsübernahme ein Online-Formular zur Verfügung. Welche Verträge der Verstorbene abgeschlossen hat, entnehmen Sie seinen Kontoauszügen. Alternativ reichen Sie bei seiner Bank einen Suchauftrag ein. Dieser offenbart sämtliche Konten des Verstorbenen. Auch lassen sich Erkenntnisse über laufende Verträge auch beim Durchforsten der Ordner des Verstorbenen finden. Einige Verstorbene haben über ihre Verträge ordentlich Buch geführt. Dies erleichtert Ihnen die Arbeit. Die Telekom Kündigung im Todesfall ist also relativ unkompliziert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.