Sterbegeldversicherung berechnen
5. Oktober 2016

Sterbegeldversicherung kündigen – Rückkaufswert?

sterbegeldversicherung kündigen

Wer eine Sterbegeldversicherung kündigen möchte, hat dafür gute Gründe: Neben finanziellen Problemen gehören Unzufriedenheit mit dem Anbieter oder manchmal ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis dazu. Bei der Kündigung einer Sterbegeldversicherung müssen einige Punkte beachtet werden. Wir klären Sie über den Rückkaufswert einer Sterbegeldversicherung und die Alternativen einer Kündigung auf!

Sterbegeldversicherung kündigen

Mit einer Sterbegeldversicherung werden die Hinterbliebenen im Falle des eigenen Todes finanziell abgesichert. Das angesparte Kapital soll die Bestattungskosten der Beerdigung decken. Einige Personen möchten ihre Sterbegeldversicherung aus Unzufriedenheit mit ihrem Anbieter oder wegen finanzieller Probleme kündigen. Sterbegeldversicherungen sind kapitalbildende Versicherungen und damit grundsätzlich kündbar. Je nach Fälligkeit des Vertrages ist eine Kündigung problemlos möglich. Eine monatliche Zahlweise beinhaltet eine monatliche Kündigungsfrist. Eine jährliche Beitragsentrichtung führt zu einer jährlichen Kündigungsfrist. Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen und der Kündigungsfrist entsprechen, die regelmäßig vier Wochen bis zur Fälligkeit entspricht. Mit einem Einschreiben kann sich der Versicherte auf der sicheren Seite wägen.

Sterbegeldversicherung kündigen und Rückkaufswert sichern

Wer seine Sterbegeldversicherung kündigen möchte, denkt in erster Linie an den Rückkaufswert der Versicherung. Wer den Beitrag für die Versicherung nicht mehr aufbringen kann oder Kapital benötigt, wird sich über den Rückkaufswert freuen. Eine Sterbegeldversicherung kündigen, führt nicht immer zur Rückzahlung der eingezahlten Beiträge. Der Rückkaufswert ist besonders in den ersten Jahren der Vertragslaufzeit geringer, sodass dann meist ein Verlust hingenommen werden muss. Wer eine Sterbegeldversicherung kündigen möchte, muss daran denken, dass sich in den ersten Jahren kaum Kapital gebildet hat. Achtung: Eine Sterbegeldversicherung kündigen, kann dann zu finanziellen Verlusten führen.

Alternativen zur Kündigung der Sterbegeldversicherung

Eine gute Alternative zur Kündigung der Sterbegeldversicherung stellt eine Beitragsfreistellung dar. Wer seine Sterbegeldversicherung kündigt, verliert seinen Versicherungsschutz. Die Hinterbliebenen sind nach der Kündigung nicht mehr abgesichert. Der Abschluss eines neuen Vertrages ist nicht zu empfehlen, da dieser aufgrund des fortgeschrittenen Alters teurer sein wird. Außerdem fallen erneut Provisionen und Abschlusskosten an.

Die Sterbegeldversicherung sollte lieber beitragsfrei gestellt werden. Das ist auch dann eine sehr gute Überlegung, wenn man nach langer Laufzeit mehr Kaptal eingezahlt haben sollte, als die garantierte Versicherungssumme beträgt.

Sobald ein gewisses Kapital angespart wurde, ist das Ruhen der Sterbegeldversicherung möglich. Der Versicherungsvertrag wird „beitragsfrei“ gestellt – der Versicherungsschutz bleibt in Höhe der so genannten beitragsfreien Versicherungssumme erhalten. Die Sterbegeldversicherung bleibt alternativ bis zum Vertragsende beitragsfrei stehen.

Die Beitragszahlungen können später auch wieder aufgenommen werden. Das eingezahlte Kapital bleibt weiterhin erhalten und verzinst sich – der Todesfallschutz bleibt bestehen. Wer sich dennoch für eine Kündigung entschließt, muss diese schriftlich einreichen. Das Ruhendstellen einer Sterbegeldversicherung ist als beste Option zu betrachten. Ein vermeintlich hoher Rückkaufswert führt im Endeffekt lediglich zu Verlusten. Vor Kündigung sollten Sie also bitte die Alternative Beitragsfreistellung prüfen. Gern beraten wir Sie auch persönlich und individuell zu den Möglichkeiten:   0800 – 533 79 34

10 Antworten zu “Sterbegeldversicherung kündigen – Rückkaufswert?”

  1. Kreuzfahrten sagt:

    Dank für diesen Artikel. Ich mag Deine Webseite!

  2. Anonymous sagt:

    Guten Morgen! Vielen Dank. Dies ist ein sehr guter Artikel!.Ich mag Deine Webseite!

  3. Markus sagt:

    Guten Tag,
    ich habe da eine Frage!
    Sollte eine Sterbegeldversicherung beitragsfrei gestellt werden, variiert dann die Versicherungssumme zu der zuvor garantierten Leistung im Todesfall?

    Danke und beste Grüße

    • Peter Filip sagt:

      Hallo und guten Tag Markus,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Ja, die beitragsfreie Versicherungssumme weicht dann (je nach bisheriger Laufzeit) von der ursprünglich garantierten Versicherungssumme ab. In der Regel ist die beitragsfreie Versicherungssumme geringer. Die genaue Aufstellung dazu (Jahr der Laufzeit und dazu gehörige beitragsfreie Versicherungssumme) finden Sie in Ihrem Versicherungsschein abgedruckt.

      Vielen Dank und viele Grüße

      Peter Filip

  4. Ursula Hauk sagt:

    Kann eine Sterbegeldversicherung einfach das Sterbegeld nach 12 Jahren um 2/5 senken wegen der Wirtschaftslage?

    • Peter Filip sagt:

      Liebe Frau Hauk, vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Überschüsse können der Wirtschaftslage angepasst werden. Die garantierte Versicherungssumme kann dagegen bei einer Sterbegeldversicherung, für die man laufend Beiträge zahlt, nur auf Wunsch des Versicherungsnehmers gesenkt werden.

      Hier hat der Versicherer eher die Möglichkeit, die Beiträge (wenn wirtschaftlich erforderlich) zu erhöhen:
      § 163 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) Prämien- und Leistungsänderung: „…(1) Der Versicherer ist zu einer Neufestsetzung der vereinbarten Prämie berechtigt, wenn 1. sich der Leistungsbedarf nicht nur vorübergehend und nicht voraussehbar gegenüber den Rechnungsgrundlagen der vereinbarten Prämie geändert hat, 2. die nach den berichtigten Rechnungsgrundlagen neu festgesetzte Prämie angemessen und erforderlich ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten, und 3. ein unabhängiger Treuhänder die Rechnungsgrundlagen und die Voraussetzungen der Nummern 1 und 2 überprüft und bestätigt hat….“

      Nur bei einer beitragsfreien Versicherung ist der Versicherer berechtigt, die Leistung herabzusetzen: „…(2) Der Versicherungsnehmer kann verlangen, dass an Stelle einer Erhöhung der Prämie nach Absatz 1 die Versicherungsleistung entsprechend herabgesetzt wird. Bei einer prämienfreien Versicherung ist der Versicherer unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 zur Herabsetzung der Versicherungsleistung berechtigt….“

      Fazit:
      Überschüsse können aufgrund wirtschaftlicher Lage (z.B. Niedrigzins) herabgesetzt werden, garantierte Leistungen jedoch nur auf Wunsch des Versicherungsnehmers. Ausnahme: Es handelt sich um einen Vertrag, zu welchem keine laufenden Beiträge gezahlt werden (z.B. Einmalbeitrag oder beitragsfrei gestellt).

  5. Gabi sagt:

    Könnte man eine Sterbegeldversicherung beleihen ? Wenn ja – wie hoch ca ?

    • Peter Filip sagt:

      Hallo Gabi,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Ja, man kann eine Sterbegeldversicherung grundsätzlich beleihen. Das ist – je nach Versicherer – in der Höhe von 60 bis 80% des aktuellen Rückkaufwertes möglich. Die Beleihung macht also nur dann Sinn, wenn die Police einige Zeit läuft und schon ein entsprechender Rückkaufswert aufgebaut wurde. Alternativ kann man eine Sterbegeldversicherung mit entsprechendem Rückkaufswert auch als Sicherheit für einen Kredit hinterlegen. Mein Tipp: Bitte einfach beim Versicherer die Höhe des aktuellen Rückkaufwertes erfragen und daran prüfen, ob eine Beleihung aktuell für Sie sinnvoll ist.

  6. Gruber sagt:

    Hallo,
    hätte eine Frage.
    Meine Mutter hat jetzt in de letzten 14 Jahren bereits 5000 € eingezahlt (mtl. 31€) und die mtl. Zahlungen gehen weiter
    Laut Kontoauszug bekommt sie/Erbe aber nur etwas über 2500€ im Todesfall.
    Kann das sein?
    Was sollte sie tun?
    VG
    Gruber

    • Peter Filip sagt:

      Hallo und guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Es kann sein, dass die garantierte Versicherungssumme (garantierte Auszahlung im Todesfall) 2.500 Euro beträgt – und dann noch Überschussanteile hinzukommen. Übersteigt die Summe aus beiden die eingezahlten Beiträge, dann ist es (grundsätzlich) in Ordnung. Beträgt die Gesamtauszahlung jedoch weniger, als die eingezahlten Beiträge, macht es Sinn, über eine Beitragsfreistellung nachzudenken.

      Mein Tipp: Aktuelle Gesamtleistung im Todesfall (garantierte Versicherungssumme plus Überschüsse) sowie aktuelle „beitragsfreie Versicherungssumme“ schriftlich bei der Gesellschaft anfragen und anschließend Entscheidung treffen.

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