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25. November 2019

Sterbegeldversicherung für behinderte Menschen

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Die Sterbegeldversicherung für behinderte Menschen ist in der Gesellschaft oft noch immer ein ebenso großes Tabu-Thema wie die Sterbeversicherung selbst. Doch seit dem 1. April 2004 bieten gesetzliche Krankenkasse keine Sterbegeldleistung mehr an, was bedeutet, dass es einer privaten Sterbegeldversicherung bedarf, um diese Versorgungslücke zu schließen – sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderung. Handelt es sich bei der zu versichernden Person aber um einen Menschen mit einer Behinderung, so sind zusätzlich einige Besonderheiten zu beachten. Hier ist vor allem die Wahl des richtigen Versicherers und die Änderung bestimmter Vertragsklauseln wichtig.

Darauf müssen behinderte Menschen beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung achten

 Viele Versicherer bieten erst gar keine Sterbegeldversicherung für behinderte Menschen an. Daher empfiehlt es sich, vorab zu erfragen, ob ein entsprechender Vertragsabschluss überhaupt möglich ist. Auch muss darauf geachtet werden, dass die sonst oft übliche Gesundheitsüberprüfung entfällt. Diese kann andernfalls zu einem Ausschluss für Menschen mit Behinderung führen. Viele Versicherer verlangen Wartezeiten von bis zu vier Jahren nach Vertragsabschluss, bis die volle Versicherungssumme ausgezahlt wird.  Ein Unfalltod wird hierbei von der Regel ausgeschlossen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ein behinderter Mensch nur als Versicherungsnehmer eintreten sollte, wenn er auch voll geschäftsfähig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so empfiehlt sich der Einsatz eines Betreuers als Vertragspartner – hier agiert der Mensch mit Behinderung lediglich als Versicherter. Dies birgt auch Vorteile für Sozialhilfebedürftige, da bei getrennten Vertragskonditionen die Leistungen der Sterbegeldversicherung nicht auf das Einkommen des Menschen mit Behinderung angerechnet werden dürfen.

Die wichtigsten Schritte bei der Sterbegeldversicherung für behinderte Menschen im Überblick:

  1. Prüfung, ob Versicherungsgesellschaft den Abschluss eines Tarifs für Menschen mit Behinderungen anbietet
  2. Sicherstellung, dass die häufig übliche Gesundheitsprüfung entfällt
  3. Prüfung der Vertragskonditionen hinsichtlich Wartezeiten und sinnvollster Vertragsparteien

Welche Bestattungsarten gibt es für behinderte Menschen?

 Selbstverständlich können Menschen mit Behinderung auf dem gleichen Weg wie alle anderen Menschen auch bestattet werden! Hierbei gibt es keinerlei Einschränkungen oder Unterscheidungen und es gibt eine Vielzahl an Bestattungsarten. In Deutschland wird grundlegend zwischen der Erdbestattung und der Feuerbestattung unterschieden. Fällt die Wahl auf die Feuerbestattung, kann man dann noch einmal entscheiden, was mit der Asche geschehen soll. Die Asche kann beispielsweise bei einer Urnenbestattung beigesetzt werden. Auch eine Seebestattung oder die Beisetzung in einem Friedwald ist nach einer Feuerbestattung möglich.

Wie genau ein Mensch mit Behinderung bestattet werden soll und möchte, kann auch er zu Lebzeiten bei voller Geschäftsfähigkeit mithilfe einer Bestattungsverfügung selbst entscheiden. Ist dies nicht geregelt worden, übernimmt der nächster Angehöriger, ein Betreuer oder der Staat diese Entscheidung.

Kosten einer Bestattung und Sterbegeldversicherung für behinderte Menschen

Um die Kosten einer Bestattung möglichst sorglos tragen zu können, empfiehlt sich der Abschluss einer Sterbegeldversicherung. Ohne eine entsprechende Absicherung entfallen die Kosten auf das Erbe des Verstorbenen. Reicht dieses nicht aus, so sind die nächsten Angehörigen wie beispielsweise die Eltern oder Geschwister, verpflichtet, die Bestattungskosten zu übernehmen. Dies gilt generell für alle Menschen – nicht nur für Menschen mit einer Behinderung! Um sich im Trauerfall nicht auch noch mit hohen Kosten und finanziellen Sorgen auseinandersetzten zu müssen, empfiehlt sich daher die Vorsorge durch eine Sterbegeldversicherung für behinderte Menschen und Menschen ohne Behinderung.

Je nach Art und Grad der Behinderung, sollten behinderte Menschen und deren Angehörige möglichst früh eine Sterbegeldversicherung abschließen. Dies ermöglicht nicht nur bessere Vertragskonditionen, sondern schützt auch vor unerwarteten Bestattungskosten. Bei Vertragsabschluss ist vor allem darauf zu achten, wann genau das Sterbegeld ausgezahlt wird. Da viele Versicherer hier eine Mindestwartezeit für die Auszahlungssumme einplanen, kann dies eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten.

Gern beraten wir Sie im Einzelfall unverbindlich und unabhängig, um einen Tarif zu finden, der für Ihre individuelle Situation passend ist: 0800 – 533 79 34 (Bundesweit gebührenfrei von montags bis freitags, 09:00-19:00 Uhr)

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