Sterbegeldversicherung berechnen
20. September 2016

Sozialbestattung

Sozialbestattung

Sozialbestattung: Zahlung der Beerdigungskosten durch das Sozialamt

Wenn ein Angehöriger verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen mit ihrer Trauer auseinandersetzen. Gleichzeitig gilt es die Beerdigung zu organisieren. In manchen Familien sind die finanziellen Mittel für die Beerdigung begrenzt, weshalb eine würdevolle Beerdigung nicht in Betracht kommt. Gerade dies sollte aber eben nicht passieren: Die Beerdigung sollte an den Wünschen des Verstorbenen ausgerichtet werden. Unter bestimmten Umständen werden die Kosten der Beerdigung vom Sozialamt übernommen. In diesem Fall wird von einer „Sozialbestattung“ gesprochen.

Sozialbestattung: Kostenübernahme durch das Sozialamt

Bei einer Sozialbestattung werden die Kosten der Bestattung vom Sozialamt übernommen. Dieser Vorgang entlastet die Angehörigen des Verstorbenen und erlaubt eine angemessene Beerdigung. Die Sozialbestattung ist im Zwölften Buch des Sozialgesetzbuches geregelt. § 74 SGB XII sagt aus, dass eine Kostenübernahme dann erfolgt, wenn die Zahlung durch die Verpflichteten unzumutbar ist. Die Behörden müssen die Kosten in einem solchen Fall zwingend übernehmen. Weitere gesetzliche Vorgaben existieren nicht. Daher streiten sich Behörden und Angehörige in vielen Situationen über die Höhe der Beerdigungskosten. Eine Kostenübernahme wird im Übrigen nur dann gewährt, wenn die zur Zahlung Verpflichteten einen Antrag stellen. Die Kosten können unter Umständen auch bei den Erben des Verstorbenen geltend gemacht werden. Das Sozialamt springt erst dann ein, wenn sämtliche Bestattungspflichtige und Erben die Kosten nicht aufbringen können. Eine Kostenübernahme durch die Erben ist dann verpflichtend, wenn der Nachlass des Verstorbenen dazu ausreicht. Vor einer Kostenübernahme muss erst das gesamte Erbe aufgebraucht sein. Ein eventuell ausgezahltes Sterbegeld ist ebenfalls zu veranschlagen. Im Klartext bedeutet dies, dass eine Kostenübernahme erst dann in Betracht kommt, wenn das Erbe komplett aufgebraucht ist und die Angehörigen über extrem wenig Geld verfügen.

Leistungsübernahme und Verfahrensgang

Das Verfahren zur Kostenübernahme kann einige Zeit beanspruchen. Das Sozialamt geht in vielen Situationen in Vorleistung und stellt den erforderlichen Bescheid im Nachhinein aus. Sollte sich herausstellen, dass das Sozialamt nicht zur Kostentragung verpflichtet war, müssen die Erben bzw. Angehörigen die erhaltenen Leistungen zurückzahlen. Das Sozialamt muss lediglich die Bestattungskosten zahlen. Kosten für Trauerkleidung, Dauergrabpflege, Leichenschmaus, Reisekosten und Traueranzeigen werden nicht übernommen. Das Sozialamt übernimmt hauptsächlich die folgenden Kosten:

  • Sargträger
  • Überführungskosten
  • Feuer- und Erdbestattung
  • Bestattungs- und Friedhofsgebühren
  • Grabkissen, Pflanzen und Grabkreuz
  • Bestatterleistungen
  • Trauerredner oder Geistlicher

Klug vorsorgen mit einer Sterbegeldversicherung

Wer seine Hinterbliebenen im Todesfall entlasten möchte, sollte auf Nummer sicher gehen und eine Sterbegeldversicherung abschließen. Im Jahr 2004 wurde das gesetzliche Sterbegeld der Krankenversicherungen abgeschafft, sodass sich eine private Vorsorge lohnt. Die Sterbegeldversicherung kann mit einer individuellen Versicherungssumme versehen werden. Als Faustregel gilt, dass eine Bestattung mit Trauerfeier und Sarg ca. 8.000 Euro kostet. Die Versicherungssumme sollte an die Größe der Familie, die Beerdigungsart und den gewünschten Rahmen angepasst werden. Der grundlegende Vorteil einer Sterbegeldversicherung liegt darin, dass eine Gesundheitsprüfung nicht erforderlich ist. Eine solche ist beispielsweise bei einer Risikolebensversicherung üblich. Versicherungsnehmer müssen sich ohne Gesundheitsprüfung auf Wartezeiten zwischen ein und drei Jahren einrichten. Die Sterbegeldversicherung beinhaltet einen weiteren Vorteil. Das angesparte Kapital ist nicht zweckgebunden und gilt als Schonvermögen. Dieses wird nicht auf Sozialleistungen im Alter angerechnet. Wer statt einer Sterbegeldversicherung auf ein Tagesgeldkonto oder Sparbuch zurückgreift, muss die angesparten Beträge angeben. Dies kann zu einer ungünstigen Berechnung der Sozialhilfe führen. Die Sterbegeldversicherung gilt damit als eine der besten Möglichkeiten, um Kosten des Ablebens effektiv abzusichern.

Eine Antwort zu “Sozialbestattung”

  1. Emmi sagt:

    Mit einer Sterbegeldversicherung ist man immer gut beraten. Im Bestattungsinstitut haben sie uns auch darauf hingewiesen. Sodass wir uns dafür entschieden auch eine einzurichten.

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