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20. November 2018

Richtig kondolieren: So drücken Sie Ihr Beileid aus

richtig kondolieren

Sie möchten einem Trauernden Ihr Beileid ausdrücken? Richtig kondolieren ist äußerst wichtig, denn das Gegenüber befindet sich in einer sehr schwierigen Lebensphase. Den größten Fehler, den Sie machen können, ist überhaupt nicht zu kondolieren. Zeigen Sie den Trauernden ruhig, dass Sie der Tod des Verstorbenen betrübt. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten sollten und wie Sie richtig kondolieren.

Warum richtig kondolieren überhaupt notwendig ist

Das Wort „Kondolieren“ stammt vom Lateinischen „condolere“ ab, was übersetzt „Mitleid haben“ bzw. „Mitfühlen“ bedeutet. Wenn Sie kondolieren, drücken Sie den Angehörigen des Verstorbenen Ihr Mitgefühl zum Sterbefall aus. Sie senden den Angehörigen die Botschaft, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind. Wenn Sie kondolieren, spenden Sie den Hinterbliebenen oftmals Trost. Sie können dabei an gemeinsame Erlebnisse erinnern, die den Angehörigen durch die schwere Zeit der Trauer helfen.

Achten Sie darauf, dass Sie die Trauernden nicht verärgern. Es ist oft nicht leicht, richtig zu kondolieren. Dies gehört zur höheren Kunst der Knigge-Regeln. Kondolieren Sie auf jeden Fall so schnell wie nur möglich. Sollten Sie erst spät von dem Todesfall erfahren, dürfen Sie auch später kondolieren – entschuldigen Sie sich dann aber für die verspätete Reaktion.

Die Form der Kondolenz

Überlegen Sie für das richtige kondolieren zunächst, wie nahe Sie dem Verstorbenen und dessen Angehörigen standen. Eine Beileidsbekundung im Familienkreis sollten Sie persönlich vorbringen. Dafür eignet sich der Zeitraum vor und während der Beerdigung. Kondolieren Sie dabei nur dem engsten Familienkreis. Beachten Sie, wie die Hinterbliebenen mit dem Todesfall umgehen. Sie erhalten einen persönlichen Anruf? Dann sollten Sie im Gespräch kondolieren und zugleich einen Besuch anbieten.

Erfahren Sie von dem Tod aus der Zeitung oder über eine Trauerkarte, sollten Sie von einer persönlichen Beileidsbekundung absehen. Drücken Sie Ihre Anteilnahme besser über eine Trauerkarte aus, die Sie den Hinterbliebenen per Post zusenden.

Um richtig zu kondolieren, folgen Sie also dieser Faustregel: Kondolieren Sie so, wie Ihnen die Nachricht vom Todesfall übermittelt wurde. Selbstverständlich dürfen Sie davon abweichen. Dann sollten Sie allerdings ein besonders inniges Verhältnis zu den Hinterbliebenen pflegen.

Richtig kondolieren: Wie gestalte ich eine Kondolenzkarte?

Hat man sich dafür entschieden, eine Kondolenzkarte zu schicken, gilt es einige Kleinigkeiten zu berücksichtigen. Wählen Sie bevorzugt eine Karte mit gedeckten Farben aus. Diese erhalten Sie im Buchhandel, Drogerien oder Zeitschriftenläden. Die meisten Kondolenzkarten sind mit Motiven wie Landschaften oder Blumen verziert. Wählen Sie religiöse Symbole nur, wenn der Verstorbene oder dessen Hinterbliebene religiös waren. Achten Sie bei der Auswahl des Trauerspruchs auf die Konfession der Trauernden. Die Karte darf keinen schwarzen Rand haben: Der Trauerrand symbolisiert eine Trauernachricht. Seine Nutzung ist den Angehörigen des Verstorbenen vorbehalten.

Tipp: Wir haben eine Auswahl der beliebtesten Trauersprüche zusammengestellt.

Wie viel Geld ist angemessen?

Viele Hinterbliebene bitten in ihrer Traueranzeige darum, von Blumen abzusehen. Sie bitten stattdessen um eine Geldspende, die gemeinnützigen Projekten zugutekommen soll. Einer solchen Aufforderung sollten Sie nachkommen. Enthält die Traueranzeige keine dahingehende Aussage, sollten Sie dennoch etwas Geld hinzufügen. Die Hinterbliebenen nutzen es, um die Beerdigung oder den dortigen Blumenschmuck zu finanzieren. Wie viel Geld Sie geben, bleibt ganz Ihnen überlassen. Der Geldbetrag sollte sich aber zumindest auf zehn Euro belaufen.

Der Trauerbesuch um zu kondolieren

Der Verstorbene war mit Ihnen verwandt oder Sie pflegen eine innige Freundschaft zu seinen Hinterbliebenen? Dann sollten Sie einen persönlichen Besuch vereinbaren. Viele Hinterbliebene freuen sich über einen derartigen Besuch. Er zeigt, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine sind. Drängen Sie sich bei Ihrem Besuch nicht auf, sondern richten Sie sich nach den Bedürfnissen der Hinterbliebenen. Diese bestimmen, wie lange oder wie kurz Ihr Besuch ausfällt. Lassen Sie Ihren Gefühlen bei einer mündlichen Kondolenz freien Lauf und spulen Sie keinesfalls auswendig gelernte Trauersprüche ab. Sollten Ihnen die Worte fehlen, dürfen Sie das Gegenüber ruhig in den Arm nehmen oder ihm die Hand geben. Eine ehrliche Geste spendet manchmal mehr Trost als eine leere Worthülse. Ehrlich und mitfühlend – so klappt es mit dem richtig kondolieren.

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