Sterbegeldversicherung berechnen
20. Juli 2018

Professionelle Sterbebegleitung: Vorbereitung für die letzte Reise

Sterbebegleitung für einen friedvollen Tod

In Deutschland sterben jährlich bis zu 500.000 Menschen nach schwerer Krankheit und nur 15 Prozent von ihnen werden von einem professionellen Sterbebegleiter begleitet. Das Recht auf „ein gutes Sterben“ erfordert einen sensiblen Umgang mit Patienten. Sterbebegleitungen (nicht zu verwechseln mit Sterbehilfe) helfen Sterbenden und deren Angehörigen in schwierigen Zeiten. Wir klären Sie über die professionelle Sterbebegleitung auf!

Sterbebegleitung hilft beim Umgang mit dem Tod

Eine professionelle Sterbebegleitung hat in der Regel eine berufsbegleitende Ausbildung im Bereich der Sterbebegleitung absolviert.

Als neutrale Person hilft die Sterbebegleitung Angehörigen und Sterbenden beim Umgang mit dem Thema Tod. Der Sterbeprozess tritt in einigen Fällen sehr plötzlich und unerwartet ein. Doch er kann sich auch über Tage, Wochen oder gar Monate ziehen. Menschen „schleichen“ sich zwangsläufig und langsam aus dem Leben heraus: Damit können viele Angehörige nicht umgehen. Deshalb gehen viele Sterbende in ihren letzten Lebenstagen überstürzt ins Krankenhaus. Schmerzen treten jedoch nicht erst plötzlich in den letzten Lebensstunden auf. Eine neutrale und professionelle Sterbebegleitung ermöglicht das Sterben in den eigenen vier Wänden. Medikamente sorgen für eine Linderung von Schmerzen. So falsch angstlösende Medikamente und Schmerzmittel in manchen Situationen sind, so sinnvoll können sie beim Sterbeprozess sein. Schmerzen dürfen dort betäubt werden, wo ihre Ursache nicht mehr therapierbar ist. Für die Angehörigen ist die ein Sterbebegleiter eine seelische Stütze und hilft, den herannahenden Tod zu akzeptieren und verarbeiten.

Sterbebegleitung für einen friedvollen Tod

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass ca. 60 Prozent der Schwerstkranken einer professionellen Sterbebegleitung bedürfen. Tatsächlich erfahren aber nur 15 Prozent der Sterbenden eine solche Hilfe. Oft benötigen Sterbende besonders viel Kraft und eine außerordentliche Pflege für ihren letzten Lebensabschnitt. Sie müssen zu Hause oder in Hospizen betreut und nicht selten palliativ behandelt werden. Das Thema Sterben ist für viele Menschen sehr schwierig. Nahezu jeder meidet es und wirkt etwas hilflos, wenn jemand das Thema auch nur anschneidet.

Dabei ist es wichtig, Angehörigen die persönlichen Wünsche für den letzten Lebensweg mitzuteilen. Nahezu 70 Prozent aller Menschen möchten in den eigenen vier Wänden sterben. Dies wäre beim Großteil der Patienten möglich, da 80 Prozent der Sterbenden einem langen Krankheits- und Sterbeprozess unterliegen. Tatsächlich sterben aber 75 Prozent der Kranken in Heimen oder Krankenhäusern. Durch eine professionelle Sterbebegleitung könnte ein friedvoller Tod daheim ermöglicht werden, auch wenn der Sterbende krank ist.

Mit Erfahrungswerten und Unterstützung den Tod meistern

Die Routine einer professionellen Sterbehilfe beruhigt alle Anwesenden ungemein. Sie berichten von der Begleitung Verstorbener und ziehen Parallelen zu anderen Fällen. Dies wirkt beruhigend und informierend. In einer schwierigen Situation entstehen Verzweiflung und Trauer oftmals aus Unwissenheit. Informationen und Erfahrungswerte einer professionellen Sterbebegleitung helfen in solchen Situationen ungemein.

„Sterbeplaner“ für die letzten Momente

Kennen Sie Weddingplaner? Diese bereiten den großen Hochzeitstag akribisch vor. Bei Sterbenden verdrängen Betroffene und Angehörige den näher rückenden Termin aber. Dass der Tod verlässlicher kommt als die Braut, ist jedoch Fakt.

Natürlich lässt sich das Sterben nicht wie eine Hochzeit planen. Doch wenn wir das Sterben mit Gelassenheit sehen können, akzeptieren wir es besser. Betroffene und Angehörige kommen – wenn sie sich damit auseinandersetzen – viel besser damit zurecht.

Die wichtigen Fragen

Planen Sie, solange es Ihnen eigenständig möglich ist. Dabei sind drei Fragen wesentlich:

  • An welchem Ort möchte ich sterben?
  • Wie und wo möchte ich bestattet werden?
  • Wie kann oder soll meine Beerdigung finanziert werden?

Die ersten zwei Fragen sollten Sie anhand Ihrer Wünsche und Vorstellungen entscheiden. Um finanzielle Sorgen vorzubeugen, kann der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll sein. Durch den Sterbegeldversicherung Vergleich finden Sie den Tarif, der optimal auf Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Lebensumstände abgestimmt ist.

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