Sterbegeldversicherung berechnen
10. Juli 2018

Organspende – Wissenswertes und Spendenregeln

Die Organspende ist ein Verfahren, bei dem ein Mensch seine Organe für eine Transplantation zur Verfügung stellt. Bei Nieren und Leber sind Lebendspenden gängige Praxis. Organspenden sind an die Zustimmung des Spenders und weitere Bedingungen geknüpft. Von der Organspende sind andere Spenden wie Gewebespenden und Blutspenden abzugrenzen. Wir klären sie über die Grundlagen der Organspende auf!

Organspende: Rechtliche Fakten

Organspenden bedürfen der Zustimmung des Spenders. Dieser hat mit dem Organspenderausweis die Möglichkeit, seine Ansichten zur Organ- und Gewebespende zu dokumentieren. Ein Organspenderausweis bietet dem Spender verschiedene Optionen. Er kann „Ja“ oder „Nein“ ankreuzen oder die Entnahme auf bestimmte Organe begrenzen.

Der Organspenderausweis hat verschiedene Vorteile: In erster Linie schafft er Klarheit über die Ansichten des Verstorbenen. Außerdem entlastet er die Angehörigen. Diese werden –
bei fehlender Entscheidung – über den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen befragt. Die Entscheidung, die ein Spender im Organspenderausweis trifft, ist nicht bindend. Da eine Registrierung nicht stattfindet, ist ein Widerruf durch schlichte Vernichtung des Passes möglich. Spendenbereite Personen haben die Möglichkeit, jederzeit einen neuen Organspenderausweis auszustellen.

Welche Organe kommen für eine Organspende in Frage?

Personen, die sich für eine Organspende entscheiden, müssen nicht sämtliche Organe spenden. Ihnen steht es frei, die Spende auf bestimmte Organe zu begrenzen. Die folgenden Organe sind einer Spende zugänglich:

  • Herz
  • Lunge
  • Nieren
  • Darm
  • Bauchspeicheldrüse

Bei einer Gewebespende kommen die folgenden Bestandteile in Betracht:

  • Knorpel- und Weichteilgewebe
  • Knochengewebe
  • Blutgefäße
  • Haut
  • Herzklappen
  • Horn- und Lederhaut der Augen
  • Gewebe aus der Leber und Bauchspeicheldrüse

Die Entnahme der Organe erfolgt „post mortem“, d. h. nach dem Tod. Vor der Entnahme der Organe stellt zunächst ein Arzt den Hirntod des Betroffenen fest.

Lebendspende: Voraussetzungen und Regelungen

Eine Alternative zur postmortalen Spende ist die Lebendspende. Diese ist nur möglich, wenn sie vertretbar ist. Die Lebendspende ist insbesondere bei der Niere möglich, denn jeder Mensch besitzt zwei Nieren. Für die Lebendspende gelten besondere Regelungen. Diese sind im Transplantationsgesetz (TPG) geregelt. Das Gesetz soll Spender schützen und einen Organhandel unterbinden. Eine Lebendorganspende hat zwei Voraussetzungen:

  1. Die Lebendorganspende ist für den Patienten die beste Behandlungsmöglichkeit.
  2. Es steht kein postmortal gespendetes Organ zur Verfügung.

Wenn ein Spender-Empfänger-Paar existiert, darf die Möglichkeit einer Lebendorganspende geprüft werden. Organe, die aus einer Lebendorganspende stammen, weisen eine höhere Langlebigkeit auf als Organe, die aus einer postmortalen Spende stammen. Denn der Zeitpunkt für die Spende wird so gewählt, dass die Chance auf einen Transplantationserfolg sehr hoch ist. Da nur sehr gesunde Menschen als Organspender in Frage kommen, ist die Organqualität sehr hoch. Die Operation selbst findet im selben Krankenhaus statt. Deshalb ist das Organ fast nahtlos durchblutet. Bei einer postmortalen Spende nehmen Organe durch die lange Verweildauer außerhalb des Körpers manchmal Schaden.

Die Wartezeit für eine Lebendorganspende ist – im Vergleich zur postmortalen Spende – zumeist wesentlich kürzer. Oftmals sind die Spender Familienangehörige, die die Gesundheit naher Angehöriger erhalten möchten.

Die Entscheidung einer Organspende

Unabhängig von diesen rationalen Fakten ist die Frage nach der Organspende natürlich eine ethische und ganz persönlich zu entscheidende Frage. Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, auch die entsprechenden Informationen zur Kritik zu recherchieren und sich mit Angehörigen und Bekannten auszutauschen. Teilen Sie Ihre Meinung über die Organspende mit Ihren Angehörigen, sodass Ihr Wille bekannt ist und im Ernstfall berücksichtigt werden kann.

Treffen Sie zu Lebzeiten so viele Vorbereitungen und Entscheidungen wie möglich. Sie können Ihre Angehörigen damit im Ernstfall erheblich entlasten. Eine Sterbegeldversicherung kann zudem finanziellen Sorgen durch die entstehenden Kosten einer Beerdigung vorbeugen. Finden Sie mithilfe des Sterbegeldversicherung Vergleich den für Sie geeigneten Tarif.

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