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21. August 2018

Körperspende: Nach dem Tod der Wissenschaft dienen?

Körperspende

Manche Menschen überschreiben ihren Körper der Anatomie als sogenannte Körperspende. Die Motive sind sehr unterschiedlich und reichen vom Wunsch zu helfen, bis hin zur Reduzierung der Beerdigungskosten. Der Leichnam der Verstorben wird nach frühestens einem Jahr beerdigt, das Blut durch Formalin ersetzt. In unserem Artikel erfahren Sie alles über Körperspende, die Hintergründe und wie sie abläuft.

Körperspende: Nach dem Tod der Medizin dienen

Viele Körperspenden landen im Uniklinikum und dienen dort dem Unterricht von Medizinstudenten. Die braun-grauen Leichen liegen auf Metalltischen und werden sorgfältig von Zehner-Gruppen inspiziert. Diese tragen die Haut stückweise von den toten Körpern ab und legen Muskeln und Sehnen frei. Voraussetzung für eine Spende ist, dass der Körper nicht durch einen Unfall verstümmelt wurde und der Spender nicht unter ansteckenden Infektionskrankheiten wie zum Beispiel HIV litt.

In den Sälen der Medizin liegen zumeist ältere Personen. Deren Beerdigung begleiten die Medizinstudenten, die den Körper erforschten. Allzu junge Körperspender nehmen die Universitätskliniken nicht in die Spenderkartei auf. Für viele Studierende ist die Situation recht belastend. Deshalb sollten sie nicht den Leichnam eines Gleichaltrigen präparieren. Die meisten Körperspender sind deshalb über 50 Jahre alt.

Motive für eine Körperspende

Die Motive für Körperspenden sind vielseitig. Oftmals sind es ehemalige Mediziner, die ihren Körper für die Nachwuchs-Wissenschaftler zur Verfügung stellen. Da die Beerdigungskosten von Körperspendern übernommen werden, entscheiden sich einige Spender auch aus finanziellen Motiven heraus für eine Körperspende. Sie möchten ihren Angehörigen nach ihrem Tod nicht noch zusätzlich finanzielle Kosten aufbürden. Personen, die sich für eine Körperspende entscheiden, erhalten einen Körperspenderausweis. Diesen tragen viele Körperspender stets mit sich: Darauf ist die Nummer des Anatomischen Instituts vermerkt. Dieses ist nach dem Tod des Körperspenders zu benachrichtigen. Der Leichnam wird anschließend kostenlos abgeholt und zur weiteren Verwendung vorbereitet. In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland mehr Spendenwillige als die Anatomischen Institute benötigten.

Psychische Herausforderung für Angehörige von Körperspendern

Die Körperspende ist etwas, das dem Spender selbst natürlich nicht mehr viel ausmacht. Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass die Wartezeit zwischen dem Tod und der Bestattung bis zu drei Jahren beträgt. Für viele Angehörige ist diese Wartezeit sehr belastend. Wenn sie den Tod des Angehörigen gerade verarbeitet haben, reißt die Beerdigung wieder frische Wunden auf. Die Zustimmung von Angehörigen zur Körperspende ist keine zwingende Voraussetzung. Körperspender sollten ihre Angehörigen aber dennoch über ihre Entscheidung informieren, sodass diese sich auf die Situation vorbereiten können.

Sollten Angehörige über die Körperspende nichts wissen und sie nach dem Tod des Verstorbenen vehement ablehnen, verzichten die Institute auf den Einsatz des Leichnams. An den medizinischen Fakultäten findet jährlich eine Gedenkfeier für die Körperspender statt, die zuvor in Präparierkursen eingesetzt wurden. Dazu werden die Angehörigen der Spender und die Studierenden eingeladen. Den Angehörigen nutzen die Trauerfeiern sehr oft. Sie erfahren, wie sehr der Verstorbene den Studierenden geholfen hat. Außerdem bedanken sich die Studenten, indem sie eine Rose auf das Grab des Verstorbenen legen.

Finanzielle Hintergründe einer Körperspende

Wie bereits erwähnt, werden durch eine Körperspende die Beerdigungskosten durch das Institut übernommen. Daher sind einige Entscheidungen für eine Körperspende finanziell motiviert, damit Angehörige entlastet werden und keine Beerdigungskosten übernehmen müssen.

Auch eine Sterbegeldversicherung kann hier vorbereitend wirken. Je nach Tarif sind alle Beerdigungskosten abgedeckt. Mit unserem Sterbegeldversicherung Vergleich finden Sie den für Sie passenden Tarif.

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