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8. Juni 2015

Beerdigung – Blumen, Kleidung, Kosten

Beerdigung

Beerdigung – der letzte Weg auf eine unbekannte Reise

Der Tod zählt zu den sensibelsten Themen unserer Gesellschaft. Und doch beschäftigt das Sterben und die Beerdigung seit Urzeiten Menschen aller Kulturen und Religionen. Dabei ist schon in der Geburtsstunde die Bestattung für jeden von uns vorprogrammiert. Wir kommen und gehen wie alles im zyklischen Kreislauf der Natur. Zu einem Phänomen wird der Tod jedoch durch seine Geheimnis umwitterte Besonderheit und die Frage, ob es ein Leben danach gibt und wie dieses ausschauen könnte.

Wir begegnen daher jeder Beerdigung mit großem Respekt und zelebrieren Bestattungen in Form einer rituellen Beisetzung, die eine lange Tradition pflegt und in würdevollem Rahmen erfolgt. Denn auch Angehörige wissen, dass das Licht der Liebe selbst bei einer Beerdigung stärker als die Schatten des Todes ist.

Abschied in der Stille

Zu einer Trauerfeier und Beerdigung werden Friedhofskapellen, Abschiedsräume oder die Kirche mit schönen Blumen dekoriert. Der Sarg wird vor der Bestattung mit einem Bouquet und Schleifen geschmückt. Diese werden mit liebevollen Grüßen beschriftet und geleiten die Verstorbenen bei ihrer Beerdigung gemeinsam mit der lautlosen Sprache der Blumen. Die Trauerfloristik mit Kränzen und Gestecken macht einen großen Teil einer traditionellen Beerdigung aus. Zu einer christlichen Bestattung zählen ferner:

  • Traueransprache
  • Gebete
  • Einsegnung
  • und nicht zuletzt die persönlichen Gedanken, die Trauernde bei einer Bestattung bewegen.

Die Bedeutung einzelner Blumen für den Todesfall:

  • Lilien gelten als klassisches Symbol der Trauer und Bestattung
  • Rosen repräsentieren Liebe, bei Beerdigungen Vergänglichkeit
  • die wunderschöne Calla mit ihrem majestätischen Blütenkelch versinnbildlicht die Befreiung der Seele
  • Nelken passen als Zeichen der Freundschaft ebenfalls zu allen Bestattungsarten.

Weitere Informationen zum Thema Blumen & Beerdigung finden sich in diesem Artikel.

Tipps zur Trauerkleidung für eine Beerdigung

In Deutschland und vielerorts symbolisiert schwarze Kleidung die Bedeutung der Trauer der Hinterbliebenen. Schwarze Kostüme oder Hosenanzüge mit heller Bluse ebenso wie der Herrenanzug mit weißem Hemd wirken bei einer Beerdigung sehr pietätvoll. Auch graue, dunkelblaue oder anthrazitfarbene Kleidung wird bei einer Bestattung durchaus akzeptiert. Für Kinder, die eine Beerdigung begleiten, ist eine dezente Kleidung ausreichend.

Unangemessen bei einer Bestattung sind

  • kurze Hosen
  • weite Ausschnitte
  • Miniröcke
  • Designermode.

Allerdings gibt es zahlreiche Menschen, die bei ihrer Beerdigung keine schwarze Kleidung wünschen. Für sie ist der Tod kein Schrecken, sondern kommt als Freund. Diesem Wunsch sollten Angehörige bei der Bestattung unbedingt entsprechen. Im hinduistischen Glauben tragen Angehörige bei einem Todesfall weiße Kleidung als Ausdruck der Freude, denn bei den Hindus überschreiten alle Verstorbenen die Grenzen in eine hoffentlich bessere Welt.

Trostspender Kaffee nach einer Beerdigung

Das Zusammensein nach einer Bestattung wird oftmals als Leichenschmaus bezeichnet. Trotzdem bietet die gemeinsame Kaffeerunde nach einer Trauerfeier den Hinterbliebenen Hilfe und Trost. Gespräche und Erinnerungen verdrängen die Beerdigung und das seelische Leid der Familie ein wenig und sind ein erster kleiner Schritt zurück ins Leben.

Bestattungsarten

In Deutschland ist die Erdbestattung eher rückläufig. Gründe dafür sind hohe Kosten für ein Grab sowie die aufwändige Grabpflege. Nach einer Feuerbestattung stehen vielfältige Optionen als letzte Ruhestätte einer Urne zur Verfügung:

  • Urnenwand
  • Urnengrab
  • Urnenstele
  • Kolumbarium
  • Bestattung unter Bäumen
  • Bestattung im Meer
  • Beisetzung unter Blumenbeeten
  • Bestattung in anonymen Rasenfeldern
  • Diamantverarbeitung aus einem Teil der Asche (in der Schweiz möglich).

Bestattungen im Ballon und Weltraum sind in Deutschland verboten.

Service der Bestatter

Bei einem Todesfall zu Hause muss zunächst ein Arzt informiert werden, der den Tod überprüft und einen Totenschein ausstellt. Ohne diesen darf keine Bestattung erfolgen. Nach Eintritt des Todes können die Verstorbenen bis zu 36 Stunden zu Hause verbleiben. Diese Zeit kann in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sein. Es ist dennoch empfehlenswert, schon bald Kontakt zu einem Bestatter aufzunehmen. Er bietet einen umfassenden Service, der neben der Bestattung auf Wunsch alle Formalitäten bis zur Suche einer Trauerberatung umfasst. Persönliche Angelegenheiten einer Beerdigung unterliegen dem Datenschutz. Bestatter bieten neben ihrer professionellen Hilfe auch seelischen Beistand und halten Ratgeber mit wichtigen Informationen für eine Bestattung bereit. Bis zur Trauerfeier geben sie den Angehörigen Zeit, in Ruhe Abschied von den Verstorbenen im Sarg zu nehmen.

Bestattungskosten

Jeder Todesfall bedeutet für eine Familie hohe finanzielle Belastungen. Die höchsten Kosten erfordert eine Erdbestattung. Die Gebühren für ein Grab auf dem Friedhof variieren und können in Berlin und den Bundesländern abweichen. Dies trifft auch auf die Gebühren für die Trauerhalle und Beisetzung zu. Für Mitglieder einer Kirche fallen keine Auslagen der Pfarrer an. Fremdleistungen der Bestattungsunternehmen sind:

  • Totenschein
  • Sterbeurkunden
  • Traueranzeigen
  • Blumen
  • Kosten der gastronomischen Bewirtung.

Die Gesamtsumme der Bestattungskosten hängt daher von den individuellen Wünschen der Angehörigen zur Beerdigung ab und liegt zwischen 3.500 EUR und 9.000 EUR. Der Sarg für eine Feuerbestattung mit Urne ist erheblich preiswerter als für eine Beerdigung auf dem Friedhof. Etwa ein Jahr nach der Bestattung kommen die Kosten für den Grabstein hinzu.

In Berlin werden Bestattungen häufig zu niedrigen Kosten angeboten, die Kremationen meist jedoch nicht in Deutschland vorgenommen.

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