Sterbegeldversicherung berechnen

Versicherungsnehmer

Versicherungsnehmer

Versicherungsnehmer (VN) – in der Sterbegeldversicherung kann die versicherte Person sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, eine Sterbegeldversicherung für eine andere Person mit deren Einverständnis abzuschließen.

Ein Versicherungsnehmer ist die zweite Partei eines Versicherungsvertrags. Der VN (Abkürzung) kauft sich bei einem Versicherungsunternehmen einen Versicherungsschutz. Er kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nach, indem er dem Versicherungsunternehmen monatliche oder jährliche Prämien auszahlt. Im Gegenzug erhält er das Recht Versicherungsleistungen zu beanspruchen, sofern der damit verbundene Versicherungsfall eingetreten ist.

Versicherungsnehmer können natürliche oder juristische Personen sein. Die Parteien können den Inhalt des Versicherungsvertrags nach Belieben regeln. Die Grenzen der freien Willensbildung werden durch das Versicherungsvertragsgesetz definiert. Der Versicherer gibt die Vertragsbestimmungen im Alltag vor. Die Natur einer Versicherung liegt in der Bewertung einer Vielzahl gleichartiger Risiken, wodurch gleichartige Verträge vorausgesetzt werden.

Pflichten des Versicherungsnehmers

Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, die vereinbarten Versicherungsbeiträge zu entrichten. Er ist berechtigt im Versicherungsfall sämtliche Versicherungsleistungen zu beanspruchen, die im Versicherungsvertrag festgehalten sind. Außerdem können die im Vertrag vorgesehenen Gestaltungsrechte ausgeübt werden. Dazu gehören Vertragsanpassungen und Kündigungen. Falls der Versicherungsbeitrag durch eine dritte Person gezahlt wird, muss dies dem Versicherer angezeigt werden.

Unter bestimmten Umständen können Gefahren für dritte Personen versichert werden. Die Bezugsberechtigung aus dem Versicherungsvertrag kann auf eine andere Person übertragen werden. Diese wird als „Begünstigter“ bezeichnet.

Schutzvorschriften für Versicherungsnehmer

Versicherungsnehmer sind nach der allgemeinen Lebenserfahrung die schwächere Vertragspartei. Der Versicherer ist aber ebenfalls Risiken ausgesetzt. Mit dem Versicherungsvertragsrecht wurden Schutzvorschriften für beide Seiten geschaffen. Das Versicherungsvertragsgesetz soll sicherstellen, dass Verträge, die auf lange Zeit abgeschlossen werden, eingehalten werden können. Auf diese Weise werden Versicherer und Versicherungsnehmer vor Verlusten geschützt.

Ein Austausch des Versicherungsnehmers ist möglich. Dabei tritt der neue Versicherungsnehmer in sämtliche Rechten und Pflichten aus dem Vertragsverhältnis ein. Versicherungsnehmerwechsel finden häufig bei Lebensversicherungen statt. Die bestehenden Verträge werden übernommen, wodurch steuerliche Vergünstigungen beansprucht werden können. Das Steuerrecht sieht Fristen für die Vertragsdauer vor, nach deren Einhaltung Leistungen als Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden können. Ein Versicherungsnehmerwechsel muss dem Finanzamt angezeigt werden, da vermögensrechtliche Werte transferiert werden.