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Sterbefall

Das Wort Sterbefall bedeutet nichts anderes als „Todesfall“. Der Begriff „Sterbefall“ ist gesetzlich definiert und wird in Gesetzestexten und im amtlichen Sprachgebrauch genutzt. Der Sterbefall tritt ein, wenn ein Mensch tot ist. Der exakte Todeszeitpunkt ist für verschiedene Abläufe relevant. Vor einer Organentnahme bei Transplantationsspendern muss der Gehirntod eingetreten sein. Der Eintritt des Todes wird durch einen Arzt nachgewiesen.

Das Verfahren muss von den Angehörigen des Verstorbenen angeregt werden. Nach der Feststellung des Todes kann ein Totenschein ausgestellt werden. Dieser beinhaltet den Todeszeitpunkt und die Todesursache. Nach der Ausstellung des Totenscheins kann eine Sterbeurkunde beantragt werden. Dafür ist das Standesamt zuständig – die Beantragung wird im Regelfall vom Bestatter übernommen.

Zuständigkeiten und Vorsorge für den Sterbefall

Es ist das Standesamt zuständig, in dessen Bezirk der Verstorbene aufgefunden wurde. Wenn Personen in Gewässern sterben, ist das Standesamt zuständig, in dessen Bezirk der Verstorbene an Land gebracht wurde. Viele Personen sorgen für den Sterbefall vor. Sinnvolle Dokumente und Vorbereitungen für den Sterbefall sind Erbvertrag, Testament, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Sterbehilfe, Bestattungsvorsorge, Organspende und Patientenverfügung.

Um den Hinterbliebenen eine einfache Regelung der Nachlässe zu ermöglichen, sollten Urkunden, Familienstammbücher, Versicherungsscheine, Guthaben, Forderungen, Bankkonten, Abonnements und Mitgliedschaften dokumentiert und zentral gelagert werden. Bei jedem Vertragspartner sollte angegeben werden, was zu tun ist. Die Angabe von Geschäfts- und Aktenzeichen kann hilfreich sein.

Sterbefall und Versicherung

Wenn die Situation eingetreten ist, sollten die Versicherungen des Verstorbenen kontaktiert werden. In unserem Fall die Sterbegeldversicherung. Unter Umständen existieren Risikolebensversicherungen oder erweiterte Unfallversicherungen, die Todesfallleistungen umfassen. Vor der Auszahlung des Geldbetrags muss der Tod des Verstorbenen nachgewiesen werden. Dies erfolgt über die Rückgabe des Originalversicherungsscheins, dem Vorlegen des Totenscheins oder der Sterbeurkunde sowie dem Beifügen der Kopie des Personalausweises.

Weitere Unterlagen wie die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch können bei Bedarf angefordert werden. Eine Auszahlung erfolgt nur dann zeitnah, wenn die Versicherung so schnell wie möglich informiert wird. In einigen Versicherungspolicen ist die Regelung enthalten, dass eine Benachrichtigung innerhalb von 48 Stunden erfolgen muss.

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