Sterbegeldversicherung berechnen

Renten im Sterbefall

Renten im Sterbefall

Ein Sterbefall in der Familie verursacht neben Trauer auch viel Organisationsaufwand. Der Tod eines Angehörigen kann zu finanziellen Sorgen führen, die sich zu einer echten Belastung entwickeln können. Deshalb sollte die Beantragung einer Hinterbliebenen- oder Waisenrente nach dem Tod des Angehörigen nicht aufgeschoben werden.

Renten im Sterbefall: Schnelle Beantragung und Auszahlung

Wenn ein Angehöriger stirbt, muss der Tod dem betreffenden Rentenversicherungsträger gemeldet werden. Viele Hinterbliebene haben einen Anspruch auf eine Rentenzahlung. Wenn der Hinterbliebene eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen hat, werden den Angehörigen zumindest die Beerdigungskosten abgenommen. Diese können sich mitunter auf mehrere Tausend Euro belaufen. Der Tod eines Familienvaters kann zu großen finanziellen Belastungen führen. Damit sich die finanzielle Situation zu keinem wirtschaftlichen Fiasko entwickelt, sollten die Angehörigen schnell reagieren. Die finanzielle Situation kann durch Unfall- und vornehmlich Risikolebensversicherungen entschärft werden. Rentenzahlungen nach dem Tod federn finanzielle Engpässe ab.

Nach dem Sterbefall Rentenzahlung beantragen

Wenn Rentenempfänger sterben, muss der zuständige Rentenversicherungsträger benachrichtigt werden. Der Rentenanspruch erlischt mit dem Tod des Angehörigen. Die Rente wird noch bis zum Monatsende gezahlt. Der hinterbliebene Ehepartner kann die Rentenzahlung für weitere drei Monate beanspruchen. Das sogenannte „Sterbevierteljahr“ garantiert eine Rentenauszahlung in voller Höhe. Die Zahlung ist ein Vorschuss auf die spätere Witwen- bzw. Witwerrente und wird daher später wieder abgezogen. Die Beantragung der Rentenauszahlung muss innerhalb von zwölf Monaten nach dem Sterbefall erfolgen. Renten im Sterbefall werden nur ausgezahlt, wenn der Ehepartner vor seinem Tod die allgemeine fünfjährige Wartezeit erfüllt hat.

Berechnungen

Drei Monate nach der ersten Rentenzahlung kommt die Witwen- bzw. Witwerrente, die Erziehungsrente oder die Waisenrente zum Tragen. Die Hinterbliebenenrente beträgt 55 bis 60 Prozent der normalen Rente. Bei der kleinen Witwerrente werden lediglich 25 Prozent des Betrages ausgezahlt. Dabei wird angenommen, dass der hinterbliebene Ehepartner seinen Unterhalt zu einem großen Teil selbst bestreiten kann.

Die kleine Rente kann bis zu einer erneuten Heirat oder lebenslänglich beansprucht werden. Vorausgesetzt, der Ehepartner ist über 40 Jahre alt und die Ehe wurde vor dem 1. Januar 2002 geschlossen. Geschiedene Ehepartner können nach dem Tod des Ex-Partners eine Erziehungs- bzw. Waisenrente beantragen, die der Erziehung des gemeinsamen Kindes dient. Die Fakten im Überblick: – nach dem Tod wird die Rente bis zum Monatsende ausgezahlt – Witwen können die Rente im Sterbevierteljahr für drei Monate beanspruchen – anschließend wird die Witwerrente ausgezahlt und mit dem Vorschuss verrechnet – die Witwerrente muss innerhalb eines Jahres beantragt werden