Sterbegeldversicherung berechnen

Hospiz

Hospiz

Ein Hospiz (lateinisch hospitium = Herberge) ist im deutschen Sprachraum eine Einrichtung zur würdevollen Sterbebegleitung. Es dient schwerkranken Menschen als Rückzugsort. Diese werden umfassend betreut, bis der Tod eintritt. Sinn und Zweck liegen darin, die letzten Tage und Wochen im Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Bewohner und deren Angehörige erhalten psychologische, pflegerische und ärztliche Hilfe.

Hospiz: Sterben in Würde

Der Großteil der Menschen wünscht sich in den eigenen vier Wänden zu sterben. In der Realität verbringt in etwa jeder zweite Patient seine letzten Tage in einem Krankenhaus. 20 Prozent der Menschen versterben in einem Pflege- oder Altenheim. Unheilbar Kranke können sich aus Krankenhäusern entlassen, wenn eine medizinische Hilfe nicht mehr möglich ist. Eine umfassende Pflege ist Zuhause nicht immer möglich. Oftmals fühlen sich die Angehörigen überfordert. In Hospizen können Schwerkranke sich in Würde auf den letzten Gang vorbereiten.

Begleitendes Sterben in Hospizen

Die Hospizbewegung hat sich in den 90er Jahren in Deutschland gegründet. Der Fokus der Einrichtungen liegt nicht in der Heilung von Menschen, sondern im Erhalt einer möglichst hohen Lebensqualität. Bei Luftnot, Erbrechen oder Schmerzen werden dem Erkrankten die notwendigen Behandlungen angeboten. Die Betreuung richtet sich nach den Wünschen des Erkrankten.

Die Angehörigen des Erkrankten stehen dem langsamen Sterben oftmals hilflos gegenüber. Diese erhalten von Mitarbeitern der Einrichtung psychologische Unterstützung. Nach dem Tod des Erkrankten bieten Hospize Trauerbegleitungen an, mit denen die ersten Tage nach dem Tod des Verstorbenen bewältigt werden können.

Fachübergreifende Angebote

Hospize sind stationäre Einrichtungen, die nur wenig Betten haben. Die Leitung obliegt zumeist einem Arzt. Die medizinische Versorgung wird alternativ von einem Hausarzt übernommen. Die Mitarbeiter der Einrichtungen bestehen aus Experten verschiedener Fachrichtungen, darunter Theologen, Psychologen und Pflegepersonal. In einigen Krankenhäusern befinden sich Palliativstationen, in denen krebskranke Menschen betreut werden.

Der Großteil der Hospize wird von sozialen Vereinen oder Kirchen getragen. Die Verweildauer beträgt durchschnittlich zwei bis vier Wochen. Die Kosten werden von den Hospizen, der Pflegeversicherung und den Krankenkassen getragen. Voraussetzung für eine Aufnahme ist, dass die Erkrankten an einer unheilbaren Krankheit im Endstadium leiden und eine Versorgung durch Angehörige nicht möglich ist.