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Halbanonyme Bestattung

halbanonyme Bestattung

Der Begriff „halbanonyme Bestattung“ bezieht sich auf Einzelgrabstellen, die nicht gekennzeichnet sind. An einer zentralen Erinnerungsstätte ist eine Namensgravur bzw. Namensnennung angebracht, sodass den Verstorbenen dennoch gedacht werden kann.

Halbanonyme Bestattungen: Grundwissen

Einige Friedhöfe verfügen über Urnengemeinschaftsanlagen. Dort befinden sich Steintafeln oder Marmorsäulen, welche die Namen der Verstorbenen auflisten. Eine solche Grabstelle wird als „halbanonym“ bezeichnet, weil die Grabstellen anonym sind, die Verstorbenen aber an einer gemeinsamen Erinnerungsstätte gelistet sind. Die einzelne Grabstelle ist wie bei anonymen Bestattungen zumeist nicht erkennbar oder markiert.

Die halbanonyme Bestattung hat in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Diese Form der Beisetzung findet sich sehr oft an Gemeinschaftsbäumen. Die Bäume fungieren als Denkmal und können nicht verrückt werden. Deshalb erscheint der Ort des Gedenkens als ein ganz besonderer Ort, an dem der Verstorbene seine letzte Ruhe findet.

Halbanonyme Bestattungen – was bedeutet das?

Eine halbanonyme Beerdigung bietet verschiedene Vorteile. Eine Bestattung ist viel mehr als das bloße „Verschwindenlassen“ eines Angehörigen. Die Hinterbliebenen möchten sich bewusst verabschieden und sich von Zeit zu Zeit an den Verstorbenen erinnern. Bei einer anonymen Bestattung muss das Grab nicht gepflegt werden. Dies bietet sich für Hinterbliebene an, die sehr weit entfernt wohnen und die Grabpflege wegen der Distanz nicht gewährleisten können. Diese finden ein Erinnerungsmal zum Gedenken vor und wissen, dass der Verstorbene ganz in der Nähe liegt.

Ob eine halbanonyme Beerdigung in Betracht kommt, hängt von der allgemeinen Lebenseinstellung, Religion und Persönlichkeit des Verstorbenen ab. Wenn dieser zu Lebzeiten keine Regelungen getroffen hat, wird die Bestattungsart stets vom nächsten Angehörigen bestimmt.

Halbanonyme und anonyme Bestattungen

Der Unterschied der beiden Bestattungsarten liegt darin, dass die Grablage bei der halbanonymen Beerdigung mit einem kleinen Grabstein gekennzeichnet werden kann. Die Urne wird auf einem eigens dafür angelegten Rasenfeld vergraben. Bei einer anonymen Beisetzung wird das Grabfeld überhaupt nicht ausgewiesen. Die Gemeinsamkeit der beiden Bestattungsarten liegt darin, dass die Grabpflege von der Friedhofsverwaltung übernommen wird. Mit der halbanonymen Bestattung kamen Bestatter nun dem Wunsch Angehöriger nach. Demnach brauchen Angehörige einen Ort der Trauer, einen Gedenkplatz. Dieser wurde nun durch die Einführung der halbanonymen Bestattung eingerichtet.

Kosten dieser Bestattungsart

Die Kosten der halbanonymen Bestattung hängt von der Bestattungsart ab. Je nachdem ob eine Seebestattung. Waldbestattung, Feuerbestattung oder Erdbestattung gewünscht ist, können sich die Bestattungskosten auf bis zu 3.000 Euro aufsummieren. Zusätzliche Kosten wie Kosten für die Beisetzung, Friedhofsgebühren und Kosten für die Grabpflege entfallen komplett, was die halbanonyme Bestattung zu einer günstigen und beliebteren Alternative zur herkömmlichen Bestattung macht.

Die Fakten im Überblick:

– das Grab kann gekennzeichnet werden
– der Name wird auf eine Marmorsäule / eine Tafel graviert
– die Friedhofsverwaltung übernimmt die Grabpflege