Sterbegeldversicherung berechnen

Friedhofsgebühren

Sterbegeldversicherung Friedhofsgebühren

Friedhofsgebühren werden von der Stadt oder Kommune für das Öffnen und Schließen (Beisetzungsgebühren) des Grabes sowie das Nutzungsrecht an der Grabstelle (Grabkosten) in Rechnung gestellt. Wenn ein Todesfall eintritt, müssen die Hinterbliebenen eine Grabstelle auf dem Friedhof erwerben. Dort wird der Verstorbene bestattet. Die Nutzungsrechte an der Grabstelle werden durch das Entrichten einer Friedhofsgebühr erworben.

Wodurch entstehen Kosten?

Friedhofsgebühren decken die Beisetzungsgebühren und Grabkosten. Grabkosten entstehen für die Nutzung eines Grabes. Dieses wird normalerweise für eine bestimmte Ruhezeit angemietet, die üblicherweise 15 bis 25 Jahre beträgt. Die Zeitspanne hängt von der gewählten Grabart ab. Beisetzungsgebühren entstehen für die Bereitstellung eines Grabes. Die Gebühren beinhalten die Öffnung der Grabstelle sowie dessen Auskleiden mit Matten oder Grün. Weitere Leistungen umfassen das Schließen und Einebnen der Grabstelle sowie die Finanzierung von Sargträger, Kühlraum, Trauerhalle und Sarg.

Gebührenvergleich in Deutschland

Die Gebühren variieren je nach Friedhofsträger und Grabart. Kostenunterschiede von einigen hundert Euro sind keine Seltenheit. Die Berechnung der Friedhofsgebühr ist nicht einheitlich geregelt: Diese wird von jedem Friedhofsträger separat erhoben. Die Höhe kann deshalb sehr unterschiedlich ausfallen. Die Gebühren in einem benachbarten Ort können bereits wesentlich niedriger oder höher ausfallen. Die Höhe der Gebühren kann in der Friedhofsgebührensatzung des Wohnortes nachgeschlagen werden. Die Gebührenordnung wird von vielen Städten online gestellt. Dort sind auch die Kosten für eine Umbettung oder Exhumierung zu finden.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Die Höhe der Friedhofsgebühr wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Beispielsweise von der Kostenkalkulation des Friedhofsträgers und der Gebühren für das Friedhofspersonal. Der Verwesungsprozess eines Leichnams hängt von der Bodenbeschaffenheit im Grab ab. Böden, die eine schnelle Verwesung fördern, verkürzen die Ruhezeit. Dies verringert die Friedhofsgebühr. Ein Erdwahlgrab ist erfahrungsgemäß wesentlich teurer als ein anonymes Grab. Anonyme Feuerbestattungen sind zumeist am kostengünstigsten.

Wer übernimmt die Friedhofsgebühr?

Die Friedhofsgebühr muss von den Erben des Verstorbenen übernommen werden. Wenn das Erbe nicht ausreicht, müssen die Erben ihr eigenes Vermögen aufwenden. Wenn der Verstorbene versichert ist, können die Erben auf dessen Sterbegeldversicherung zurückgreifen.

Die Fakten im Überblick:

– Friedhofsgebühren können mittels Sterbegeldversicherung als Komplettsumme abgesichert werden

– die Gebührenordnung der Gemeinden ist zumeist im Internet zu finden

– die Gebühren variieren je nach Friedhofsträger

– die Grabart bestimmt die Höhe der Gebühren